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Dual studieren – Die „geteilte Woche“

Rund um's Studium

Es geht auch anders!

Bestimmt sagt dir der Begriff „duales Studium“ etwas. Auf jeden Fall hast du schon gehört , dass man dabei Geld verdient. Dass man in dreimonatigen Phasen zwischen Uni und Unternehmen wechselt. Dass man sowohl Praktisches als auch Theoretisches lernt.  

Dass man an der Universität in Heimatnähe studieren kann und zum Arbeiten ans andere Eck Deutschlands gehen kann. Oder umgekehrt. Dass man vom Unternehmen übernommen werden kann und nach dem Studium nicht erst mal arbeitslos ist.

Allerdings ist das nicht die einzige Form des dualen Studiums…

Beispielweise an der Internationalen Berufsakademie sieht das duale Studium ein wenig anders aus. Hier wechselt man nicht alle drei Monate zwischen Schule und Unternehmen sondern man verfolgt das Prinzip der „geteilten Woche“! Das bedeutet, dass man unter der Woche wechselt und somit drei Tage im Unternehmen und zwei  Tage in der Schule anwesend ist oder, genauer gesagt, jeweils 20h in der Woche.

Das hat den großen Vorteil, dass man an seiner Ausbildungsstelle mit Projekten betraut wird, die eine längere Vorbereitungszeit benötigen. Nimm einmal an, das Unternehmen soll einen Wettkampf veranstalten. Dein Chef vertraut dir, zusammen mit einigen Kollegen, die Verantwortung dafür an. Jetzt stell dir aber mal vor, der Wettkampf ist erst in vier Monaten. Du bist also an dem Wettkampf, den du organisiert hast, gar nicht vor Ort!

Solltest du jedoch mit dem Prinzip der geteilten Woche studieren, so bist du das ganze Jahr über an deiner Ausbildungsstelle und kannst „deinen“ Wettkampf hautnah erleben.

Zudem musst  du dich nicht, wie beim „normalen“ dualen Studium,  um zwei Wohnungen kümmern, für den Fall, dass du zum Studieren/Arbeiten nicht daheim bleiben kannst. Bei dem Prinzip der  geteilten Woche sollten Uni und Unternehmen nicht so weit voneinander entfernt liegen. Du kannst dir bestimmt ausmalen, wie viel Geld es dich kosten würde, wenn du einmal pro Woche von z.B. Berlin nach Leipzig und wieder zurück fahren müsstest.

Für mich persönlich waren das sehr gute Argumente, weshalb meine Bewerbung für den Studiengang Sportmanagement auch recht schnell bei der Internationalen Berufsakademie eintrudelte. Ich hatte auch Erfolg und wurde zu einem Bewerbertag eingeladen. Damit war die erste Hürde genommen. Was nun noch fehlte war ein Ausbildungspartner. Da es nicht viele Unternehmen gibt, die die geteilte Woche schon in ihren Ausbildungsplan aufgenommen haben, haben die meisten Hochschulen, welche diese Form des dualen Studiengangs anbieten, eine Liste von Ausbildungspartnern, an die sie die Bewerber vermitteln.

Da es aber eigentlich jedes Jahr mehr Bewerber als Unternehmen gibt, war mein Ausbildungsplatz noch nicht gesichert. Um trotzdem eine Ausbildungsstelle zu bekommen, kann man selbst nach einem Unternehmen suchen oder man vertraut auf sein Glück und hofft, dass die Hochschule noch einen Partner findet. Bei mir war das der Fall und ich wurde zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Allerdings war hier für mich dann Endstation, da ich nicht der einzige Anwärter war und ein anderer den Vorzug erhielt. Dennoch finde ich das Prinzip der geteilten Woche sehr gut, da man wie gesagt nicht schon nach drei Monaten wieder den Standort wechseln muss und in seinem Unternehmen langfristig integriert werden kann.