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Drei, zwo, eins – loslassen

Lifestyle

Warum man unabhängig von den Eltern werden muss und wie's geht.

Verantwortung übernehmen:
Irgendwann muss man sich von seinen Eltern emotional lösen, denn 1. sind sie nicht immer da und 2. möchte man vielleicht auch selbst eine Familie gründe und für diese Verantwortung übernehmen. Das geht jedoch nur, wenn man unabhängig ist bzwl wird. Ihr müsst ja nicht in einem Streit auseingehen. Die Beziehung bricht nicht ab, sondern entwickelt sich nur weiter. Während die Kinder- und Elternrolle vorher klar definiert warm wurd das Verhältnis partnerschaftlicher. Eltern bleiben natürlich Eltern, sie können Rat geben, Trost spenden - und man liebt sie genauso wie vorher. Aber sie müssen nicht die ersten Bezugspersonen sein.
Unterstützung findet man auch bei Freunden, dem Freund oder der Freundin.

So kommt ihr dahin: Freunde suchen; sich verlieben; mal allein mit der angst vor einem Referat zurechtszukommen; ohne Schuldgefühle die Uni schwänzen; nicht jede Entscheidung mit den Eltern diskutieren, eine gute Nachricht als Erstes mit dem Partner teilen...

 

Ein eigenes zu Hause einrichten:
Um alte Rollenmuster zu überwinden und selbst über sein Leben zu bestimmen, muss man früher oder später von zu Hause ausziehen. Wer am selben Esstisch sietzt wie in der Oberstufe und seine Klamotten weiterhin im Bad rumfliegen lässt, wird aus den alten Auseinandersetzungen nicht herauskommen. Bis zum Morgen tanzen und bis zum Abend schlafen ist entspannter, wenn man räumlich getrennt lebt. Außerdem ist die Beziehung zu den Eltern nicht mehr selbstverständlich und kann sich entwickeln. Man kriegt nicht mehr alles voneinander mit und hat etwas zu erzählen, wenn man anruft. Eine weitere Neuerung: Man freut sich darauf, sich zu sehen.

So kommt ihr dahin: Mietvertrag selbst unterschreiben; einen Umzug nur mit Freunden bstreiten; das Kinderzimmer auflösen...

 

Den Alltag allein organisieren:
Niemand möchte auf Dauer ständig von seinen Eltern erzogen, ermahnt und erinnert werden. Das hört normalerweise nur auf, wenn sie sehen, dass man im täglichen Leben allein zurechtkommt und nicht wegen jeder Kleinigkeit zu Hause anruft.

So kommt man dahin: Waschsalon suchen; allein an den nächsten Arzttermin denken; die Tomatensoße anders kochen, als man es zu Hause gelernt hat; für die Eltern den besten Handyvertrag raussuchen; selbstständig Versicherungen abschließen...

 

Eigene Standpunkte finden:
Was will ich eigentlich? Was ist mir wichtig? Was gefällt mir und was nicht? Wer ständig mit den Ansprüchen der Eltern konfrontiert ist, findet das kaum heraus. Je enger man mit ihnen verbunden ist, desto schwerer fällt es auch, zu unterscheiden, welche die eigenen Träume und welche die der Eltern sind. Um seine Ideale und seinen Lebensstil zu entwickeln, muss man sich auch mal von seinen Eltern abgrenzenm, ihre Werte und Einstelltungen überprüfen oder sogar blöd finden.

So kommt ihr dahin: Mit Freunden über Politik diskutieren; Möbel kaufen, die der eigene Vater hässlich finet; sich für etwas engagieren, über das die Eltern nichts wissen; eine andere Zeitung lesen als die Familie...

 

Selbst Geld verdienen:
Die meisten sind im Studium auf die finanzielle Unterstützung der Eltern angewiesen. Solange die Eltern daraus nicht das Recht ableiten, genau wissen zu wollen, was mit ihrem Geld Sinnvolles passiert, ist das in Ordnung. Damit die Abhöngigkeit nicht unangenehm wird, sollte man klare Absprachen treffen, wie viel man monatlih zur Verfügung hat, und mit diesem Betrag dann selbst haushalten dürfen. Vielleicht hat man trotzdem ein schlechtes Gewissen, wenn man mal wieder zu viel Geld in einem Club lässt. Was dgegen hilft, ist, selbst etwas dazuzuverdienen.

So kommt ihr dahin: Nebenjob suchen; für ein Stipendium bewerben; Eltern zum Kaffee einlafen; die erste Stelle finden...

 

 

Quelle: ZEIT Campus 09/10 2011