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Dienstag – piep piep, piep piep

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Der Tag begann mit einem lauten PIEP PIEP, PIEP PIEP. Nicht sehr sanft und völlig oldschool, aber es hat seinen Zweck erfüllt: Ich war wach. Leider konnte ich nicht bei meiner Wetter-App nachschauen, wie kalt es wird. Dementsprechend war ich auch zu warm angezogen. Na ja, besser zu warm als zu kalt.

Die Schule verging nur schleppend. Man hat halt nicht die Möglichkeit, sich anderweitig zu beschäftigen. So konnte ich mir schonmal Gedanken über den heutigen Blogeintrag machen. Und sonst hatte man auch Zeit, über Gott und die Welt nachzudenken, was man ja nicht so macht, wenn man Handy suchtet.

Mir ist aufgefallen, dass man Sachen im Unterricht viel ausführlicher und ordentlicher schreibt. Ich würde sagen: Hefterführung 1 und ein Bienchen ins Muttiheft.

In der großen Pause war es dann wieder soweit: Alle sitzen mit ihren Handys da und philosophieren über die neuesten Spiele. Damals hat man Pokemonkarten und Sticker getauscht und heute geht's um die lustigsten und besten Games. Aber eins konnte ich rausfinden: Die meisten wären ohne Handy total aufgeschmissen. Kann ich auch nur bestätigen.

In den letzten 2 Stunden habe ich mich in eine Zeit ohne Internetflat und WhatsApp zurückversetzt gefühlt. Ich habe doch tatsächlich Zettelchen mit der Reihe hinter mir geschrieben! Man hat ja doch ein Mitteilungsbedürfnis und das nicht nur zu seinen Banknachbarn. Oder sagen wir, es ist eine Art Beschäftigungstherapie. Aber es hat Spaß gemacht und es gab einem eine Art Kick nicht erwischt zu werden. Der Lehrer hätte ja den Zettel laut vor der Klasse vorgelesen, was vielleicht nicht ganz so praktisch gewesen wäre. Aus dem Alter, dass man über Lehrer lästert, ist man wohl nie raus.

Ich weiß nicht, ob es an meinem fehlenden Handy lag oder generell an der Schule, ich hatte echt schlechte Laune und zu absolut nichts Lust.

Der Nachmittag sah dann genauso aus wie den Tag davor: Ankommen im Internat, Netbook an, facebook suchten. Sonst ist nichts weiter passiert.