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Der letzte Tusch der Pop-Punker

Musik

Simon Bienstman, David Kschenka, Marius Henschel und Johann Ulmer – eine vierköpfige junge Band aus der Lausitz, die sich seit sieben Jahren mit Pop-Punk in die Herzen der Fans gespielt hat. Ihre Wurzeln haben sie in Cottbus, Forst und Hornow. Nun haben die Jungs ihren Abschied bekannt gegeben – und treten ein letztes Mal im Cottbuser Muggefug auf. PLANBAR hat Sänger Simon Bienstman zum Interview getroffen.

 

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Warum gebt Ihr im Cottbuser Muggefug Euer letztes Konzert in der Lausitz?

Wir haben schon länger mit dem Gedanken gespielt, die Band in ihrer jetzigen Formation aufzulösen. Ich werde mich verstärkt meinem Politik- und Soziologiestudium widmen und plane einen mehrmonatigen Auslandsaufenthalt in Frankreich. Vor allem, um mein Schulfranzösisch aufzubessern. Und Marius spielt bereits parallel in einer anderen Band, da kann er sich dann besser darauf konzentrieren. Es wird zwar unser letztes Konzert in der Lausitz sein, aber nicht unser letzter Auftritt generell. Wir planen noch, zum Kirchentag im Mai in Berlin, Weimar und Jena zu spielen.

Euch gibt es in dieser Besetzung jetzt seit 2010. Wenn Ihr an die vergangenen Jahre zurückdenkt, was war Euer schönster Moment?

Schwer zu sagen. Wir hatten viele schöne Momente. Zum Beispiel die ewig langen Fahrten im Bus zu den Konzerten. Natürlich die Auftritte. Die interessanten Leute, die wir kennengelernt haben. Die Fans, die wir mit unserer Musik berührt haben. Und das Landesjugendcamp im letzten Jahr in Eberswalde. Das waren alles intensive, emotionale Momente.

Wie würdet Ihr Eure Musik umschreiben?

Als melodischen Pop-Punk mit viel Energie oder auch Punk Rock, der Lebensfreude vermittelt.

Wie ist Euer Bandname „Duck or Dove“ eigentlich entstanden?

„Duck“ steht für die Ente, etwas tollpatschig, und als Symbol für Spaß und Freude. „Dove“ steht für die Taube, als Symbol für das Erwachsenwerden und die Freiheit, sich zu entfalten.

Von wem habt Ihr Euch inspirieren lassen?

Von den einschlägig bekannten Pop-Bands wie „Blink 182“, „Green Day“ oder „Yellowcard“. „Yellowcard“ würden wir gerne mal kennenlernen, auch wenn sie sich inzwischen aufgelöst haben.

Welche Projekte plant Ihr künftig? Ist irgendwann mit einem Comeback zu rechnen?

Marius wird weiter Musik machen, bei Johann und David ist noch alles offen.

Wir bleiben aber grundsätzlich der Musik treu. Und wir wollen auch nicht ausschließen, dass es uns als Quartett irgendwann noch einmal zusammenführt.

Simon, Dein Vater ist Geschäftsführer der Schokoladenmanufaktur in Hornow. Welche Rolle spielt Schokolade in eurem Leben?

Wir sind vermutlich die einzige Band weltweit, die ihren Probenraum in den letzten Jahren im Dachstuhl einer Schokoladenfabrik hatte.

Erfolge

„Duck or Dove“ feierten in den vergangenen Jahren einige Erfolge. So siegten sie beim Spremberger „Perle-Cup“ und dem Cottbuser „Gladhouse Rock' n' Roll Knockout“ und gewannen bei den Schüler-(Klein)-Kunst-Tagen in Cottbus. 2013 gewannen die Jungs den Tropical Islands Sommersong Contest.