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22. Wave-Gotik-Treffen mit Besucheransturm

Afterwork

Mit einem Plus von 1.000 Gästen gegenüber dem Vorjahr ist das größte Treffen der schwarzen Szene am Pfingstmontag zu Ende gegangen. Trotz wechselhaften Wetters ließen sich die ca. 21.000 Besucher jedoch nicht davon abbringen, in die zahlreichen Schauspielorte Leipzigs zu strömen.

Dabei hatte alles so gut angefangen. Bereits am Donnerstag schlugen die Ersten ihre Zelte auf dem AGRA-Messegelände auf, um sich den besten Standort zu sichern. Vor allem Gäste, die einen längeren Anreiseweg hinter sich hatten, konnten so bereits zu den Eröffnungsveranstaltungen u.a. in der Moritzbastei dabei sein. Da wurden auch schon einmal Zeitzonen überwunden, um bei dem weltgrößten Gotik Festival dabei zu sein. So kam nahezu jeder vierte Gast aus dem Ausland (China, Japan, Australien, Südamerika), um in das besondere Flair der gesamten Stadt zu erleben.

Aber nicht nur weitgereiste Besucher strömten zum WGT, sondern auch viele Einheimische, die als Tagesgäste im Heidnischen Dorf verweilten. So kamen zu den eigentlichen Festivalbesuchern noch knapp 10.000 Gäste dazu, die in das Heidnische Dorf am Dölitzer Torhaus strömten. Dadurch gelangen das Mittelalterdorf aber auch weitere Schauspielorte an ihre Grenzen. So musste u.a. am Samstagabend zum Auftritt der Band „Letzte Instanz“ ein Einlassstopp verhängt werden, um auch die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten.

Zum extravaganten Viktorianischen Picknick im Clara-Zetkin-Park trafen sich erneut eine Vielzahl von Festivalbesuchern im Neoromantischen, Steampunk, Barock und Rokoko Stil, um den sonnigen Nachmittag zu genießen. Auch hier waren wieder viele Schaulustige zugegen, um das Spektakel hautnah zu erleben und sich die vielen ausgefallenen Kostüme anzuschauen. Für wen ein Picknick im Grünen nicht das Richtige war, traf sich am Morgen zum Absinth-Frühstück in der nahegelegenen Absintherie, am Mittag zum Kabarett und am Abend zur Szene-Party oder zu einer Vielzahl von Kombinationen der rund 40 Veranstaltungsorte der Stadt. Lesungen, Oper, Ausstellungen, Führungen, Modenschaus, Konzerte, Party – alles was das Festivalherz begehrt.

Davon profitiert natürlich auch die Stadt Leipzig. Hotels sind seit Wochen ausgebucht, einige Gastronomen machen mit dem Festival das Geschäft des Jahres. So ist es nicht verwunderlich, dass bei einem erwarteten Umsatz von mindestens 4,2 Millionen Euro, die Kassen der Stadt klingeln, was eine Berechnung der Leipziger Industrie- und Handelskammer (IHK) ergeben hat. So wird auch im nächsten Jahr wieder mit einem großen Ansturm von Besuchern gerechnet, die die zahlreichen Angebote der Veranstalter mit Begeisterung wahrnehmen und dieses einzigartige Festival schon im Voraus rot im Kalender vorgemerkt haben.

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