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Das war das M’era Luna 2014

Leben

Mit einem ausverkauften M'era Luna 2014 ist ein wahnsinns Wochenende zu Ende gegangen. Marylin Manson, der höchst selten nach Deutschland kommt, schmiss kurzerhand mit Mikros um sich und begeisterte Tausende.

Mehr Glück hätten die Veranstalter und Besucher mit dem Wetter nicht haben können. Morgens leicht bwölkt sowie ab und zu ein paar Töpfelchen, die sich jedoch pünktlich um 11.00 Uhr zum Festivalbeginn verzogen und so zahlreiche Scharen zur Eröffnungsband Aeverium strömen ließen.  Und die legten auch gleich richtig los und polarisierten die Menge, denn zu dieser morgendlichen Stunde mit einer Wall of Death zu beginnen ist schon sportlich. Aber zum Glück ließ sich niemand lumpen und alle moshten ordentlich mit. Wir sind gespannt wie sich die Gewinner Newcomer Contest in der Zukunft schlagen werden. Nach einer kurzen Umbaupause auf der Main Stage betraten Ignis Fatuu die Bühne. Mit rosanem Glückshasen und Mittelalterlichen Klängen ein klarer Bruch zum frühen Metal. Aber auch die Nürnberger konnten mit alten und neuen Songs die Menge zum Mitsingen und Beben bringen.

Während die einen hartnäckig vor der Bühne ausharrten, standen die anderen geduldig am Sonic Seducer Stand, um ein Autogramm oder Foto von der Lieblingsband zu erhaschen. Da konnte die Schlange auch schon mal mehrere hundert Meter lang werden. Nicht nur eine Geduldsprobe für Fans, sondern auch für die Künstler, die fleißig (fast) jedes Fanutensil mit ihrem Kringel verschönerten bzw. ihr Lächeln der Kamera entgegenwarfen. Nachdem bereits mittags an einigen Getränkewagen keine Apfelschorle mehr zu haben war, wurde schnell auf das Lieblingsgetränk Bier umgeswitched. Passend dazu die zahlreichen Angebote der Fressbüdchen, die wohl jeden Gaumen angesprochen haben werden. Neben der klassischen Brati und Pommes rot/weiß gab es auch gesunde Alternativen wie Falafel mit Salat oder weitere vegetatische wie vegane Spezialitäten. Verzehrfertig gleich neben der Bühne, damit der Festivalgast auch nicht verpasst, was auf der Bühne so abgeht.

So war es doch umso überraschender, dass die hochschwangere Ally zusammen mit ASP's von Zaubererbrüdern doch noch auf der Bühne stand und zur Geige griff. ASP begeisterten dieses Jahr mit ihrem Krabat Liederzyklus auch ganz ohne mächtige Feuershow - ganz klassisch und akusisch. Umso mehr heizten Subway to Sally allen Reihen ein. Mit der aufwändigen Bühnengestaltung ihrer Mitgift-Tour und ordentlich Bums rockten Eric Fish und Co. die Bühne. Passend dazu auch Klassiker wie "Feuerland", bei dem vor allem die vorderen Reihen nicht gefroren haben werden. Wenn es der enge Raum zuließ, wurde ordentlich mitgetanzt und mitgeklatscht. Die Gesangschöre reichten bis zum Ende des Festivalgeländes.

Bereits nach Subway to Sally ging das Gedrängele los. Und alles nur, um Mr. exzentrisch Schock-Rocker Marilyn Manson live und in Farbe zu sehen. Dass die Amis spinnen, wissen wir ja alle, aber das Manson sich nicht einmal 25 m vom Backstage Bereich zur Bühne chauffieren lässt und Hilfe beim Betreten der Bühne benötigt, zeugt schon von Star-Allüren. Nicht nur der 45-Jährige benötigte Hilfe zum Erreichen der Bühne, sondern kurz danach wurde auch noch der Rest der Band angekarrt. Dabei denkt man, dass das eigene Catering Kraft für den Auftritt geben sollte. Von dem konnten musikalisch wohl nur die eingefleischten Fans so richtig überzeugt werden. Ansonsten glänzte Manson eher mit seiner "mir-ist-egal-was-mit-der-Technik-passiert" Masche und schmiss seine eigens designten Mikros in Schlagring- und Messer-Optik durch die Gegend, die die Techniker fleißig aufsammeln durften. Hinzu kamen unzählige umgestoßene Mirkofonständer, 2 Scheinwerfer und eine Kamera, vor denen der Sänger nicht Halt machte. Kein Wunder also, dass der Kameramann sein gutes Stück in Sicherheit bringen musste, so wie sie Manson durch die Gegend schob und beinahe von der Bühne fallen ließ. Insgesamt hatte auch das Publikum eine sehr geteilte Meinung über den Auftritt von Marilyn Manson.

Mit der wohl aufwendigsten Bühnenshow, einer überragenden Shraon den Adel und einem grandiosen Publikum beendeten die Niederländer Within Temptation den Samstagabend. Die Modedesignerin begeisterte nicht nur gesanglich 75 min. lang, sondern auch outfittechnisch. Mit einem Pan-ähnlichem Kopfschmuck und dem Opener "Let us Burn" betraten die Musiker die Bühne. Passend zum Song natürlich die entsprechende Feuershow. Kurz vorher noch ein Selfie von der Autogrammstunde geposted und jetzt vor Tausenden Menschen.

WT2014
(C) by Within Temptation

Neben den Rocknummern vom aktuellen Album "Hydra", die u.a. durch Künstlereinspielungen von Xzibit, Tarja Turunen und Keith Caputo unterstüzt wurden, gab es auch akustische Stücke wie "The Last Dance" oder "Sinéad" zu hören, bei dem die Feuerzeuge gezückt wurden und einen Moment inne halten werden konnte. Zum Abschluss durfte natürlich "Ice Queen" nicht fehlen, bei dem die Fans noch einmal alles gaben.

Einige Konzerte könnt ihr euch auch z.T. in voller Länger noch einmal auf ndr.de anschauen:
And One (Interview und Konzert)
In Extremo
Within Temptation (Interview)
Deine Lakaien
Die Krupps
Subway to Sally
Paradise Lost
Stahlmann
Lacrimas Profundere (Best Of)
The Beauty of Gemina (Best Of)

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