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Das Erste-Wohnung-ABC

Afterwork

Die erste eigene Wohnung ist oftmals der Start in ein neues Leben. Nachdem man die Herausforderungen der Schule geschafft hat, stellen sich auf einmal komplett neue Aufgaben. Unter anderem auch Probleme, die man mit dem Wissen aus den Unterrichtsstunden nicht lösen kann. PLANBAR kennt die Tücken der ersten Wohnung und gibt im Erste-Wohnung-ABC eine kleine Hilfe.

A wie Aussteuer – oder auch Mitgift genannt. Das sind Dinge, die deine Eltern dir für die erste eigene Wohnung mitgeben. Das können Sachen wie Bettwäsche, Besteck, Töpfe oder auch Geschirr sein.

B wie Budget - Mach dir Gedanken darüber, wie viel deine neue Wohnung kosten darf. Miete ist ein fester Kostenfaktor. Je kleiner er ausfällt, desto mehr Geld hast du für andere Dinge. Grundsätzlich solltest du hier versuchen zu sparen. Jedoch solltest du dich auch wohlfühlen. Also das Mittelmaß zwischen einer außerhalb liegenden Bruchbude und einer Stadtvilla finden.

B wie Bürgschaft – Eine Bürgschaft wollen viele Vermieter von dir als Absicherung haben. Diese sagt nur aus, dass dein „Bürge“ für dich einspringt, falls du deine Miete nicht zahlen kannst. Frage einfach deine Eltern, ob sie für dich bürgen würden. Formulare für die Bürgschaft gibt es online oder bei deinem Vermieter.

E wie Einrichtung – Die Einrichtung deiner neuen Wohnung ist ein großer Kostenfaktor. Klar ist, dass du ein paar Sachen kaufen musst – Sofa, Couchtisch, Küchentisch, Stühle, Badmöbel, vielleicht sogar eine Küche. Aber versuche möglichst viel von Zuhause mitzunehmen. Dein Bett, Schrank, Schreibtisch, Lampen. Vielleicht kannst du auch ein bisschen Geschirr und Besteck mitnehmen und ein paar Töpfe. Schaue aber auch mal bei ebay Kleinanzeigen oder in verschiedenen Facebook-Gruppen, ob du gebraucht etwas kaufen kannst. Oftmals sind das absolute Schnäppchen!

G wie GEZ – Solltest du zahlen oder dich zumindest darum kümmern! Wenn du deren Briefe ignorieren solltest, dann wird das früher oder später ein böses Ende haben. Irgendwann wird nämlich eine fette Rechnung über die letzten Monate oder Jahre einflattern und das wird teuer. Unter gewissen Umständen kann man auch von dem Rundfunkbeitrag befreit werden. Für mehr Informationen dazu schaue einfach auf http://www.rundfunkbeitrag.de/.

K wie Kaution – Noch so ein riesen Kostenfaktor. Fast alle Vermieter wollen eine Kaution von zwei Kaltmieten. Die Kaution behält der Vermieter bis zu deinem Auszug. Wenn du die Wohnung einwandfrei wieder übergibst, dann bekommst du auch den vollen Betrag der Kaution zurück. Wenn jedoch etwas kaputt oder übermäßig verschmutzt ist, werden die Kosten zur Behebung von deiner Kaution abgezogen.

M wie Mietvertrag – Lies dir deinen Mietvertrag sehr genau und in Ruhe durch. Nehm ihn mit nach Hause und frage gegebenenfalls deine Eltern, wenn du etwas nicht verstehst. Oft stehen Vereinbarungen in dem Vertrag, die dir im Gespräch nicht gesagt wurden. Zum Beispiel, ob und welche Haustier du ohne Zustimmung deines Vermieters haben darfst oder ob du bei der Hausflurreinigung anpacken musst. Schütze dich vor bösen Überraschungen und lese den Vertrag aufmerksam!

M wie Mitbewohner – Nur in den seltensten Fällen kann man mit dem besten Freund / der besten Freundin zusammenziehen. Oftmals stellt man ein Angebot auf www.wg-gesucht.de oder www.immoscout.de  ein und sucht sich seinen zukünftigen Mitbewohner unter den Interessenten aus. Wichtig hierbei ist, dass man halbwegs zusammenpasst. Sachen wie Alltag, Lebensstil und Arbeit sind wichtig. Jemand, der viel feiert und das auch noch Zuhause, passt wahrscheinlich nicht so gut zu einem Schichtarbeiter oder einem Studenten, der gerade in der Prüfungszeit Ruhe zum Lernen braucht.

P wie Platz – Wie viel Platz brauche ich eigentlich? Brauche ich eine ganze Wohnung für mich oder kann ich auch in einem 15 qm Zimmer glücklich werden? Dir musst jedoch klar sein, dass ein Zimmer in einer WG immer günstiger ist als eine eigene Wohnung. Man teilt sich ja nicht nur die Miete, sondern auch die Kosten der Hausreinigung, Fernseher, Internet und viele mehr. Aber wenn du lieber für dich bist, dann ist die eigene Wohnung das Geld wahrscheinlich wert.

S wie Strom – Sollte man nicht vergessen! Für Strom muss man IMMER einen Vertrag abschließen. Geht einfach auf verschiedene Vergleichsportale. Auf Google kannst du durchschnittliche Haushaltsverbrauche suchen, die für deine neue WG oder für deine neue Wohnung zutreffen.

T wie TV, Telefon und Internet – Auch das ist nicht in der Warmmiete enthalten. Kümmere dich möglichst früh um einen Vertragsabschluss, damit du definitiv Internet, Fernsehen und ein Telefon hast, wenn du einziehst. Jedoch solltest du bei deinem Vermieter nachfragen, denn viele Wohngebiete sind bestimmten Anbietern zugeordnet. Dann MUSST du bei diesen Anbietern zum Beispiel deinen Fernsehanschluss beziehen.

U wie Umgebung – Ein wirklich wichtiges Thema ist die Umgebung deiner neuen WG oder deiner neuen Wohnung. Du musst wissen was du willst. Möchtest du in einer gediegeneren Umgebung wohnen, in der du immer genug Ruhe zum Lernen und Entspannen hast? Oder willst du immer Trubel und sofort in der Stadt sein, wenn du 2 Uhr morgens mal Lust auf einen Döner hast? Die Umgebung spielt natürlich auch bei der Höhe der Miete eine wichtige Rolle. Klar ist, dass eine Wohnung in der Stadtmitte teuer ist als die Wohnung am Stadtrand.

U wie Umzug – Ein nötiges Übel, wenn man von Zuhause wegziehtt. Du solltest möglichst viele Freunde, Bekannte und Verwandte zusammenkratzen, die dir helfen. Gegen eine angemessene Verpflegung (Schnittchen, Döner und/oder etwas zu trinken) helfen dir deine Leute bestimmt gern. Und wie ein Sprichwort zu sagen pflegt: Viele Hände, rasches Ende. Viele Helfer sind wirklich eine riesen Erleichterung.

V wie Versicherungen – Für deine erste eigene Wohnung solltest du dir unbedingt eine Hausratsversicherung zulegen, gerade WEIL man nicht alles neu kauft, sondern eher gebraucht von Fremden oder Freunden. Stell dir vor du machst deine Waschmaschine an und gehst einkaufen, zur Arbeit, Schule, Uni oder zu Freunden. Dann nach einer Stunde läuft, warum auch immer, deine Waschmaschine aus. Unmengen Wasser überfluten nicht nur dein Bad, sondern dringen auch durch den Boden zu deinem Nachbarn. Mit Glück wischst du alles auf, der Nachbar bemerkt nichts und alles ist gut. Wenn du Pech hast, löst sich die Tapete an der Decke deines Nachbars und/oder Schimmel wächst an der Wand. Genau für solche Fälle brauchst du eine Versicherung. Schimmel- oder Wasserschädenbeseitigung kann sehr teuer werden. Die Versicherung übernimmt dann die entstandenen Kosten.