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Damit der Körper fit bleibt!

News rund um die Ausbildung

Sie fährt zu ihrer Arbeitsstelle mit dem Willen, die Mobilität ihrer Patienten wieder herzustellen. Jeder Fall ist einzigartig. Von Knochenbrüchen über Parkinson bis hin zum künstlichen Gelenk – alles ist dabei. Janine Rössel ist eine Powerfrau.

Schließlich verlangt der Beruf der 21-Jährigen jede Menge Belastbarkeit, Einfühlungs-vermögen und die Freude, mit pflegebedürftigen Menschen zusammen zuarbeiten.Janine macht eine Ausbildung zur Physiotherapeutin.

Frau Erika Lehmann* ist heute morgen die erste Patientin. Sie arbeitet nach ihrer Hüft-Arthrose zusammen mit der zielstrebigen Janine an der Belastbarkeit ihrer neuen künstlichen Hüfte. Mit diversen Gymnastikgeräten und anderen Heilmitteln gibt die Auszubildende alles, um den Alltag der Kranken zu erleichtern.
Aber auch Stromgeräte, Unterarmgehhilfen, Massagebänke, Fango-Wärmepackungen und Pezzibälle gehören zu ihren Arbeitsmaterialien. „Physiotherapie ist eben nicht nur Massage", erzählt die 21-Jährige.

Die Ausbildung ist in theoretische und praktische Abschnitte gegliedert. An der Medizinischen Schule am Carl-Thiem-Klinikum werden die Grundlagen der Allgemeinmedizin und medizinische Lehrgebiete wie z.B. Anatomie, Trainingslehre oder Neurologie vermittelt. „Wir sind 24 Schüler und ein echt tolles Team", sagt Janine. Das wird den angehenden Physiotherapeuten von Anfang an so vorgelebt. In diesem Ausbildungsberuf gibt es keine Zwischenprüfung. Dafür wird aber mehrmals in der Woche der Wissensstand überprüft, damit sicher ist, dass die Schüler gut mit den Patienten umgehen. Janine: „Mir und den anderen angehenden Physiotherapeuten werden Krankheitsbilder, Medikamente und Operationsmethoden durch Medizinpädagogen beigebracht." Neben der Betreuung der eigenen Patienten ist das Hospitieren eine abwechslungsreiche Möglichkeit den Beruf zu erlernen.

Der Kopf muss frei sein

Ein durchschnittlicher Arbeitstag eines Physiotherapeuten umfasst acht Stunden. Die Zeit, die sich Janine für ihre Patienten nehmen muss, ist sehr unterschiedlich. „Wichtig ist es, den Patienten die Angst vor den künstlichen Implantaten zu nehmen und sie aufzuklären, welche Bewegungen sie ausüben dürfen und welche nicht", erklärt Janine. Es gibt viele verschiedene Heilverfahren – jedes wird genau auf den Patienten zugeschnitten. Es sind öfters emotionale Momente dabei, die man aber nicht zu nah an sich ran lassen darf. Schlimm ist es, wenn Patienten von einen zum anderen Tag nicht mehr da sind. Von großer Bedeutung ist es, den Patienten die Ziele vor den Augen aufzuzeigen, um die Verletzungen so schnell und gut wie möglich zu heilen. Janine: „Oft bin ich nicht nur Physiotherapeutin, sondern auch Seelsorgerin und Motivations-Trainerin."

*Name geändert

Daniel Dobrunz