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Claire – Das wird was ganz großes!

Musik

Kurz vor dem 21. April 2013 hörte ich zum erstem Mal von der Band „Claire“. Ihr Name stand damals auf den Tickets für ein Bastille-Konzert im „Festsaal Kreuzberg“.

(Wunderbare Location. Leider irgendwann abgebrannt. Wird gerade wieder versucht aufzubauen und du kannst über Startnext helfen!)

Um nicht komplett im dunklen zu tappen, hämmerte ich den Namen sofort in die Suchmaschine meines Vertrauens und hörte mir die ersten Songs der Münchner Band bei Soundcloud an. Die Musik gefiel. Ein erfrischender Synthi-Pop mit einer wunderbaren Stimme, die sehr melodisch, englische Texte von sich gab.

Am 21. April freute ich mich somit nicht nur auf den Mainact „Bastille“ sondern auch auf die Vorband „Claire“. Da mir die ersten drei Songs die ich bis zu diesem Zeitpunkt kannte sehr gefielen war ich heiß auf mehr Material.

Die fün Musiker betraten die Bühne. Sofort stießen einen die ersten Töne in die Gehörgänge. Sie gefielen! Aber nicht nur der poppige Sound riss einen ab der ersten Note mit, sondern auch die Frontfrau Josie-Claire, der man die Freude an der Musik sofort ansah! Claire live zu erleben machte einfach Spaß. Von diesem Tag an standen Claire auf meiner persönlichen „Watchlist“ für interessante Bands. (Ach ja. Und „Bastille“ waren an dem Abend auch großartig. Vor kurzem waren sie auch beim Berlin Festival. Hier haben wir ein paar Bilder).

Die Geschichte rund um Claire

Nichts macht eine Band interessanter als eine gute Geschichte zu ihrer Entstehung. Eine kleine Anekdote. Etwas aus dem Leben gegriffenes. Damit kann Claire dienen!

Die Band „Claire“ besteht aus den drei Produzenten und Musikern Matthias, Nepomuk und Florian, dem Drummer Fridl sowie der Sängerin Josie-Claire. Josie kommt ursprünglich aus dem Singer-Songwriter Genre und versuchte ihr Glück bereits bei „The Voice of Germany“. Auf ihrem YouTube-Kanal finden sich Akustikcover von Norah Jones, Bon Iver, Kings of Leon und auch erste eigene Songs.

Damit diese bezaubernde Stimme, die immer etwas heiser klingt, nun zu den anderen drei Musikern fand, brauchte es ein Filmprojekt. Anfang 2012 taten sich somit Josie und die drei Jungs zusammen um einen Track für den Film eines Freundes zu produzieren. Die Chemie stimmte und es blieb somit nicht nur bei diesem einen Song. Schnell fanden Claire ihren eigenen Sound, einen Drummer und nun am 13. September erscheint ihr erstes Album „The Great Escape“. Wir haben vorab schon mal rein gehört.

Und wie ist die Scheibe nun???

Claire bezeichnen ihre Musik selbst als Neon-Pop und das passt ziemlich gut. Sowohl die Synthi-Beats auf heftigen Drums als auch die Texte von Josie zeichnen ein farbenfrohes Bild aus sämtlichen Emotionen. „The Great Escape“ bietet eine angenehme Flucht aus dem Alltag. Man fühlt sich verstanden, findet sich in den Texten wieder und wird motiviert über sich hinaus zu wachsen. Die atmosphärischen Klänge laden genauso zum Träumen, wie auch zum Tanzen ein.

Den Anfang der Platte macht der Song „Broken Promise Land“ und zeigt ab dem erstem Ton in welche Richtung das Album geht. Immer nach vorn!

Der zweite Song ist auch die erste Singleauskopplung. „Games“ ist so ein typischer Song, den man auf dem Weg zum Strandurlaub im Auto hört. Verträumt und frei. It´s allright!

Auch die nächsten zwei Lieder „Pioneers“ und „The Next Ones To Come“ kennt man bereits von den dazugehörigen Videos. Beides Lieder mit Hymnen Potential!

Der Titel gebende Song „The Great Escape“ ist sehr verspielt. Leichte Melodien und eingehende Textzeilen machen einfach gute Laune.

Aber auch das Gänsehaut-Feeling kommt auf dem Debütalbum von Claire nicht zu kurz. Im Song „In Two Minds“ fühlt man sich ein wenig an die emotionalen Songs von „The XX“ erinnert. Mit Abstand der bewegendste Track auf der Platte.

Um den geneigten Hörer aber nicht in einer zu gedrückten Stimmung zurück zu lassen schließt sich als letzter Song „Roll Down Run South“ an. Noch einmal Motivation. Noch einmal geballte Stadionatmosphäre. Noch einmal ganz großes Tennis und dann geht es zurück in den Alltag.

Fazit

Claire bieten einen internationalen Sound, den man von einer deutschen Band nicht erwartet hätte. So ist es auch kein Wunder das Claire bereits international für Aufsehen sorgen. Vielen Dank Claire für dieses wunderbare Debüt!