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„Chantal, heul leise!“ – Interview mit Fack ju Göhte-Star Jella Haase

Leben

Dieser Spruch aus dem Film „Fack ju Göhte“ hat sich eingeprägt, wie kein anderer. Du hast dich sicherlich auch gefragt, wer hinter „Chantal“ steckt. PLANBAR sprach mit Schauspielerin und Fack ju Göhte-Star Jella Haase über ihre Rolle als „Chantal“, ihre Schulzeit und die Schauspielerei.

Viele unserer Leser kennen dich aus „Fack ju Göhte“. Wie hast du dich auf die Rolle „Chantal“ vorbereitet? Hast du dich an „Chantals“ aus deiner Schulzeit erinnert?

Ich habe mit Freundinnen den Castingtext zum Quatsch in unserem eigenen Slang durchgesprochen und bin dann zum Casting gegangen. Während der Dreharbeiten zu Teil 1 ist die Rolle dann immer mehr herangewachsen und schließlich zu der Chantal geworden, wie sie jetzt ist. Bora Dagktekin, Regisseur und Autor, hat mich immer gut geleitet und mit seinem präzisen Humor das meiste schon vorgelegt. Es gab auf jeden Fall ein paar Mädels, die so ähnlich daher gequatscht haben in meiner Schulzeit.

Wie war deine Schulzeit? Warst du in einer ähnlich chaotischen Klasse?

In der Oberschule gab es schon einige Rabauken in unserer Klasse, über die und mit denen ich sehr viel gelacht habe. Grüße an die Hännese.

StefanKlüter

Stefan Klüter

Angefangen hast du mit Theaterspiel, 2011 hast du in deiner ersten Hauptrolle gespielt – du wolltest also schon immer Schauspielerin werden? Oder gab es für dich noch diesen „Plan B“?

Ich hatte schon immer das Bedürfnis und den Wunsch zu spielen und habe irgendwie schon immer daran geglaubt. Wenn es doch irgendwann nicht mehr klappen sollte, ist das aber auch nicht so schlimm. Es gibt so viele interessante Dinge, aus denen man sich einen Plan B ersinnen kann.

Was macht den Beruf Schauspielerin für dich so besonders?

Schwierige Frage. Gute Frage. Ich glaube die Spannung, die durch ein intensives und kreatives Zusammenspiel aller Beteiligten entsteht. Manchmal werden magische Momente erschaffen, die dann eingefangen und für immer auf Band sind. Das ist schon wahnsinnig aufregend und ergreifend.

Welche Filmsparten/Rollen wünschst du dir unbedingt in deiner Schauspielkarriere?

Dann spinn‘ ich jetzt mal ein bisschen rum. Also: Ich würde gerne mal fliegen können, so wie Harry Potter auf seinem Besen. Oder eine Meerjungfrau sein. Oder einen Zeichentrickfilm synchronisieren, sowas wie „Chihiros Reise ins Zauberland“. In einem französischen Film würde ich auch sehr gerne einmal mitwirken, so wie „Die Träumer“. Ich bin aber sehr dankbar für die vielfältigen Rollen, die mir bis jetzt angeboten wurden und lass‘ alles auf mich zukommen. Es gibt also in dem Sinne keine Traumrolle, in die ich gerne schlüpfen würde, ich bin offen für alles.

Du wirst sicherlich das ein oder andere Mal auf der Straße erkannt. Wie gehst du damit um?

Die Leute sind immer sehr positiv, von daher habe ich keinerlei Probleme damit und so oft passiert das auch gar nicht.

Steffi Henn

Steffi Henn

Siehst du es manchmal auch als Nachteil, wenn du beispielsweise einfach mal mit deinen Freunden shoppen gehen willst?

Bis jetzt zum Glück noch nicht.

Unsere Leser freuen sich immer über Tipps und motivierende Worte für die Suche nach der richtigen Ausbildung – was gibst du ihnen mit auf den Weg?

Ich glaube es ist ganz wichtig, immer im Hinterkopf zu haben, dass man alles ausprobieren kann. Und dass, wenn etwas mal nicht klappt, sich nicht nur Türen schließen, sondern anderswo ganz neue unerwartete Türen sich dafür öffnen können. Und dass man, um zu wissen, welcher Weg einem nicht gefällt, erst einmal losgehen muss.

 

PLANBAR interviewte ebenfalls die Schauspieler Elyas M'Barek und Karoline Herfurth.