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Bücher sind uncool? Von wegen!

Afterwork

Jedes Jahr aufs Neue heißt es in der Schule: "So, jetzt lesen wir dieses ganz spannende Werk, das zur Weltliteratur gehört und schreiben darüber eine Klassenarbeit." Kollektives Stöhnen und Augenrollen geht durch den Raum.

Dabei können Bücher so cool sein. Wusstet ihr, dass die meisten eurer Lieblings-Filme und -Serien vermutlich auf Buch- und Comic-Vorlagen entstanden sind? Egal ob Marvel, Harry Potter, Tribute von Panem und viele andere. Ohne Bücher wäre euer DVD-Regal ziemlich leer.

Wenn ihr mal wieder in einer Leseflaute steckt oder nicht wisst, wo ihr in der unendlichen Welt der Bücher anfangen sollt, haben wir einige Tipps für euch:

 

Stephan - "Die drei ???" von Robert Arthur uvm.

„Dass du dir nicht nur Comics ausleihst!“ Das sagte meine Mutter zu mir, als sie mich im Grundschulalter in der Bibliothek anmeldete. Beim, ich gebe zu, zunächst recht widerwilligen Blick durch die Regale stach mir sofort ein Band der „Drei ???“ ins Auge. Titel und Cover weckten in mir die Neugier und zu Hause hatten mich Justus, Peter und Bob schon nach wenigen Seiten in den Bann gezogen. In der Folge landeten weitere Bände der Reihe auf meiner Ausleih-Liste. Während des Lesens machte es mir nicht nur Spaß den Jungermittlern bei der Detektivarbeit über die Schulter gucken zu können. Eine gehörige Portion Mystery, gelegentlich sogar Gruselelemente, waren steter Begleiter. Darüber hinaus wurden die Jungs aus Rocky Beach älter, genau wie ich. Aus den pubertierenden Detektiven wurden mit der Zeit junge Männer. Aber auch diese Zeit war irgendwann vorbei. Die Fragezeichen wurden von mir immer seltener ausgeliehen und machten Platz für anspruchsvollere Literatur.

 

Jenny - "Momo" von Michael Ende


Das Mädchen und ihre Zauberschildkröte

Wie oft wurde ich schon schräg angeguckt, wenn ich erzähle, dass mein Lieblingsbuch ein Kinderbuch ist. Aber die eine großartige Geschichte, die ich jedem – absolut jedem Menschen auf der Welt – empfehlen kann, ist nun mal ein Kinderbuch: „Momo“ von Michael Ende. Denn dieses, eines der zauberhaftesten Kinderbücher der letzten 50 Jahre, transportiert eine so elementare, zeitlose und einfache Botschaft, die vor allem in der Erwachsenenwelt nicht oft genug gehört werden kann: Geldgier zerstört die Menschen! Natürlich ist es ein Kind – Momo, das kleine lockige Mädchen – das die Menschheit im Buch rettet und sie an die wirklich wichtigen Dinge des Lebens erinnert – Güte, Freundschaft und Liebe.

 

Daniel - „Servus Opa, sagte ich leise“ von Elfie Donnelly

Vielleicht nicht gerade das schönste Buch meiner Kindheit. Aber das, was einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat: Es ist die Geschichte von Michi (10) und seinem Opa. Der alte Mann ist unheilbar an Krebs erkrankt, hat nur noch einige Monate zu leben. Der Junge, seine Familie und der Opa selbst – sie alle gehen unterschiedlich mit dem nahenden Tod um. Das führt zwangsläufig zu Problemen zwischen den verschiedenen Generationen. Am Ende siegt die Erkenntnis, dass Leben und Tod zusammengehören. Das Buch wurde mit dem Deutschen Jugendliteratur-Preis ausgezeichnet.

 

Josi - "Harry Potter" von J.K. Rowling

Ich war elf, als ich den ersten Harry Potter Teil gelesen habe – also genauso alt wie Harry, Ron und Hermine, die schlagartig meine besten Freunde wurden. Wir wuchsen zusammen auf, erlebten jedes Abenteuer gemeinsam und ich bin mir sicher, dass mein Brief für Hogwarts nur irgendwo verloren ging.
Die Geschichte vom „Jungen, der überlebte“ im Kampf gegen „den, dessen Name nicht genannt werden darf“ kennt jeder. Besonders gut an der Reihe ist aber der Aufbau der gesamten magischen Welt. Joanne K. Rowling könnte man nachts um 3 Uhr anrufen und sie nach dem Cousin von Sirius Black fünften Grades fragen und sie hätte eine Antwort.
Auch wenn wir alle nicht mehr elf sind, behaupte ich, dass die Harry Potter Bücher für kleine und große Kinder eine Bereicherung sind. Denn kein anderes Buch hält so viele Weisheiten und Sprüche bereit. Die meisten stammen natürlich von Dumbledore, der mir beibrachte, dass es nicht meine Fähigkeiten sind, die mich ausmachen, sondern meine Entscheidungen. Oder dass es noch schwieriger sein kann, sich einem Freund entgegenzustellen, als einem Feind. Und wenn gar nichts mehr geht, denkt an Grundregel Nr. 1: „Don’t let the muggles get you down!“