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Modegetränk Bubble Tea – bunt, hipp, ungesund?

Lifestyle

Bubble Tea liegt gerade voll im Trend und die Bars schießen wie Pilze aus dem Boden. Wie gierige Trüffelschweinchen stürzt sich die Bevölkerung auf das Modegetränk. Doch Vorsicht, Verbraucherschützer warnen: Hinter dem gesunden Image stecken viele Kalorien und sogar Gefahren für Kleinkinder.

Was ist dieses glibbrige Zeug denn jetzt eigentlich? Bubble Tea (dt. Blasen- oder Perlentee) besteht ursprünglich aus Schwarz- oder Grüntees, Milch, Fruchtsirup oder -püree. Die freiwählbaren Perlen aus Stärke oder Alginat, die ebenso mit Sirup gefüllt sind, werden in verschiedenen Geschmacksrichtungen hinzugefügt. Ursprünglich kommt das Getränk aus Taiwan und wurde da schon Mitte der 80-Jahre verkauft.

Hört sich doch ganz lecker an oder? Aber die Verbraucherzentralen Sachsen und Bayern warnen davor, dass in vielen Getränken Farb- und Aromastoffe, Säuerungsmittel und Konservierungsstoffe enthalten seien. Eine Stichprobe im Raum München habe ergeben, dass diese auch nicht immer klar ausgewiesen sind. Auch in weiteren Bundesländern sei das der Fall. Eigentlich besteht Bubble Tea aus rein natürlichen Zutaten. Doch die erbsengroßen bunten Kügelchen könnten Allergien auslösen oder gar zum Ersticken von Kleinkindern führen. Diese werden über einen dicken Strohhalm nämlich einfach mit aufgesogen und zerplatzen im Mund. Die Befürchtung der Ärzte: Es könnten Kugeln über die Luftröhre in die Lunge der Kinder gelangen und so zu einer Lungenentzündung oder sogar zum Lungelkollaps führen.

Auch Krankenkassen warnen vor dem Dickmacherchen: Viel zu viel Zucker sei der Grund. Ein 0,2 Lieter Becher enthalte 300-500 Kilokalorien. Das entspricht etwa ein Drittel des Tages-Energiebedarfs eines Kindes. Ein Vergleich: 500 kcal entsprechen den Angaben nach einem Viertel des durchschnittlichen Kalorienbedarfs einer erwachsenen Frau (2.000 kcal) oder einem Fünftel des männlichen Kalorienbearfs (2.500 kcal).

Aber kosten kann man doch trotzdem mal oder? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Steht ihr auf das Modegetränk oder ratet ihr grundsätzlich davon ab? Sollte es gar verboten werden, um der Fettleibigkeit Einhalt zu gebieten? Schreibt und eure Meinung an planbar@lr-online.de oder macht mit auf unserer Facebook Umfrage.