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Berufsbegleitendes Masterstudium an der FH Kiel

Rund um's Studium

Seit 2011 bietet die LAUSITZER RUNDSCHAU den Masterstudiengang "Journalismus und Medienwirtschaft" in Kooperation mit der FH Kiel an. Wie es den Studenten im Medienhaus ergeht und wie das berufsbegleitende Studium abläuft erfahrt ihr hier.

Journalismus braucht zukunftsorientierte Ausbildungsformen. Warum nicht Praxis und Wissenschaft kombinieren? Die RUNDSCHAU bietet genau das seit September '11 in einem Nachwuchsprogramm und schreibt so ein Stück Mediengeschichte mit.

„Journalismus und Medienwirtschaft“ – so lautet der schlichte Name eines Studiengangs an der Fachhochschule Kiel (FH). Dahinter verbirgt sich die alles andere als schlichte Kombination aus klassischem Volontariat und akademischer Journalisten-Ausbildung. Mitte September startete das bundesweit einmalige Projekt in Kooperation mit mehreren Verlagshäusern in die dritte Runde. Neben der Lausitzer Rundschau werden auch der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag, die Schweriner Volkszeitung, die Magdeburger Volksstimme und der Nordkurier aus Neubrandenburg mit von der Partie sein. „Für den dritten Jahrgang sind wir außerdem im Gespräch mit weiteren Verlagen“, erklärt Bernd Vesper.

Der Dekan des FH-Fachbereichs Medien zeigt sich überzeugt von dem Modell, das so an keiner anderen Hochschule in Deutschland zu finden ist: „Die positive Resonanz bestätigt uns darin den richtigen Weg bei der journalistischen Nachwuchs-Ausbildung zu gehen.“ Dieser Weg sei für die zukünftigen Journalisten allerdings kein Zuckerschlecken, ergänzt Vesper. Die derzeit 40 Teilnehmer absolvieren neben ihrer redaktionellen Arbeit im Verlag ein dreijähriges Vollstudium, an dessen Ende ein Master-Abschluss steht. Zulassungsvoraussetzung sind ein mit mindestens der Note 2,5 abgeschlossenes Studium und ein Arbeitsvertrag bei einer Regionalzeitung.

Der Großteil des Studiums läuft berufsbegleitend über Online-Aufgaben und verlangt etwa 20 zusätzliche Arbeitsstunden in der Woche ab. Außerdem werden bei regelmäßigen Präsenzphasen in Kiel Vorlesungen und Referate gehalten. Auf dem Lehrplan stehen dabei unter anderem Recherche, Presse- und Medienrecht, TV- und Hörfunkjournalismus, aber auch Marketing und Betriebswirtschaft. „Besonders reizvoll ist die unmittelbare Verzahnung von Redaktionspraxis und medienwissenschaftlichen Erkenntnissen“, sagt Dekan Vesper. Zudem werde viel Wert auf eine crossmediale Ausbildung gelegt. Letztgenanntes begrüßt auch der RUNDSCHAU-Chefredakteur Johannes M. Fischer (Foto links): „Das multimediale Arbeiten gewinnt bei den Regionalzeitungen zunehmend an Bedeutung.“ Das fachgerechte Betreuen der Internet-Portale sei immer wichtiger. „Mit dem angebotenen Masterstudium tragen wir als einer der wenigen deutschen Verlage dem veränderten Berufsbild des Journalisten Rechnung“, sagt er.