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Mit Vollgas ins Arbeitsleben!

Lifestyle

Aber erst mal Fuß vom Gas und bei den Behörden anhalten. Wenn die Schule überstanden ist und du deinen Ausbildungsvertrag unter Dach und Fach hast kommen noch einige Behördengänge auf dich zu.

Der wichtigste und für einige eventuell auch der einzige ist die Beantragung einer Lohnsteuerkarte.
Früher war die Lohnsteuerkarte, wie der Name schon sagt, eine Karte aus Papier bzw. Pappe. Im Jahr 2010 wurde diese Form abgeschafft und voll elektronisch umgestellt. Der neue Name lautet Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM). Beantragen konnte man die Lohnsteuerkarte früher im Einwohnermeldeamt bzw. Bürgeramt. Die neue, elektronische Variante stellt heute das Finanzamt aus. Dies kann entweder telefonisch erfolgen oder du gehst persönlich mit deinem Personalausweis zum Finanzamt und gibst deine Daten dort an.

Du brauchst natürlich auch eine Krankenversicherung, denn als Auszubildender bist du nicht mehr über deine Eltern krankenversichert. Dies ändern die meisten Krankenkassen mit der Vollendung deines 18. Lebensjahres selbstständig. Wenn du dich nach einer neuen Krankenkasse umsiehst, informiere dich über alle angebotenen Leistungen und eventuelle Zusatzbeiträge.

Außerdem benötigst du ein Girokonto, damit dein Arbeitgeber den Lohn überweisen kann. Wenn du noch keins hast, schau dich um welche Bank dir die besten Leistungen und die höchsten Zinsen bietet. Bei einigen musst du nämlich für die Kontoführung Gebühren bezahlen, was dir als Azubi aber meist noch erspart bleibt.

Das sind im Prinzip die wichtigsten Sachen. Empfehlenswert ist es aber zusätzlich noch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Mehr Informationen dazu gibt es im Artikel „Na, schon versichert?“.

Wie du sicher weist, Netto ist nicht gleich Brutto. Der Bruttolohn ist das Geld, welches du ohne Abzüge von Steuern vom Arbeitgeber erhältst. Was davon am Ende wirklich in deine eigene Tasche wandert ist der Nettolohn. Von dem Bruttolohn werden Sozialversicherungsleistungen, wie Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und Unfallversicherungsbeiträge abgezogen. Darum kümmert sich dein Arbeitgeber, wofür er die oben genannte Lohnsteuerkarte benötigt.