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Auslandsjahr und Auslandspraktikum

How To

Du möchtest die weite Welt entdecken, ohne deine Eltern im Schlepptau zu haben?
Andere Mentalitäten und Schulsysteme kennenlernen? Deine Sprachkenntnisse verbessern? Dann bewirb dich für ein Auslandsjahr!

Ein Auslandjahr ist deine Chance herauszufinden, was wirklich in dir steckt.
Ein Jahr mit einer Gastfamilie ohne deine Eltern und die vertraute Umgebung klingt im ersten Moment unglaublich hart, ist aber eine Herausforderung, der du dich stellen solltest.

Der Weg zum eigentlichen Ziel deines Austausches ist zwar etwas mühsam, aber es lohnt sich allemal.

Um die ganzen organisatorischen Hürden nicht alleine meistern zu müssen, solltest du dir eine Austauschorganisation suchen, die dir mit ihrer Erfahrung tatkräftig zur Seite steht und viele Dinge wie einen Platz in der Schule, eine Gastfamilie und ein Austauschvisum für dich übernimmt. Bei der Wahl der Austauschorganisationen gibt es kein Patentrezept. Du solltest dir diejenige aussuchen, die am besten zu dir passt. Stiftung Warentest kann dir dabei unter dem Stichwort „Auslandsjahr“ behilflich sein.

Die Auswahlverfahren unterscheiden sich in der Regel minimal.

Was du bei deinem Bewerbungsverfahren auf jeden Fall beachten solltest: Bewerbe dich mindestens ein Jahr im Voraus auf deine gewünschte Stelle. Das Organisationsprozedere ist relativ langwierig und Austauschplätze sind sehr begehrt und leider auch sehr rar.

Das Bewerbungsverfahren ist in mehrere Stufen eingeteilt:

  1. Die Initialbewerbung

Du musst dich für ein Zielland, das Abreisedatum, die Aufenthaltsdauer und, bei mehrsprachigen Ländern, für die gewünschte Sprache entscheiden. Außerdem einen Kurzlebenslauf verfassen, der Dinge, wie deinen Namen, dein Alter und Geburtsdatum, deinen Wohnort, sowie deine Schule samt Klasse und aktuellem Notendurchschnitt enthält.

 

  1. Das persönliche Auswahlgespräch

Nach deiner Initialbewerbung wirst du und deine Eltern zu einem Gespräch eingeladen, in dem dir allgemeine Fragen gestellt werden, um festzustellen, ob du für ein Austauschjahr in Frage kommst.

 

  1. Die Bewerbung

Wenn du die ersten beiden Hürden geknackt hast, kommt deine tatsächliche Bewerbung. Hier bekommst du einen ausführlichen Fragebogen, der zusätzlich zu den bereits gestellten Fragen noch Hobbys, Freunde, Familie, Lieblingsfächer, Stärken und Schwächen und vieles mehr enthält. Du wirst auch dazu aufgefordert, Bilder vorzulegen, die gemeinsam mit deinem Fragebogen den potenziellen Gastfamilien gezeigt werden.

Desweiteren brauchst du ein Empfehlungsschreiben deines Sprachlehrers, deine letzten 4 Halbjahreszeugnisse und ein Gesundheitszeugnis von deinem Arzt.

 

Als Antwort auf deine Mühen bekommst du Broschüren, die deine To-Dos bis zum Abflug enthalten, angefangen von Bildern für deine Visen und Ausweise, über Pflichtimpfungen bis hin zu Listen mit Dingen, die du auf keinen Fall vergessen darfst einzupacken.

Bei einem Auslandspraktikum sind die Bürokratieaspekte etwas anders organisiert.
Nachdem du dich um deinen Praktikumsplatz beworben hast, solltest du dir von deinem Partnerunternehmen die Einreisebestimmungen deines Gastlandes geben lassen. Hier musst du den Papierkram selbst erledigen. Als Praktikant zählst du nicht mehr als Tourist und brauchst zum Beispiel eine Aufenthaltsgenehmigung in Ländern, die nicht frei zugänglich sind (USA, Kanada, Australien, Neuseeland)

Du solltest außerdem davon ausgehen, dass du für das Praktikum kein Gehalt bekommst, da du sonst eine Arbeitserlaubnis bräuchtest.