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Ausbildungsfinanzierung – Welche Möglichkeiten gibt es?

Ausbildungsfinder

Während einer dualen Ausbildung, bei der sowohl eine Berufsschule besucht als auch in der Firma gearbeitet wird, erhält man eine Ausbildungsvergütung (Lehrlingsgeld). Bei anderen Ausbildungsformen ist dies meist nicht der Fall. Aber auch dafür gibt es Finanzierungsmöglichkeiten.

  • Kindergeld

Befindet man sich in einer Berufsausbildung oder Studium, kann man bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres Kindergeld beziehen. Dafür muss bei der Agentur für Arbeit ein Antrag gestellt und folgende Nachweise beigefügt werden: Geburtsurkunde, Haushaltsbescheinigung, Schulbescheinigung und der Ausbildungsvertrag.

Auch nach der Erstausbildung kann das Kindergeld bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres weitergezahlt werden. Voraussetzung dafür ist, dass man keiner anspruchsschädlichen Erwerbstätigkeit nachgeht, das heißt man muss mehr als 20 Arbeitsstunden wöchentlich seiner Beschäftigung nachgehen, also Rasen mähen beim Nachbarn zählt nicht.

 

  • BAFöG (Bundesausbildungsförderungsgesetz)

Ob BAFöG beantragt werden kann, hängt von den persönlichen finanziellen Umständen ab. Außerdem wird das Einkommen und Vermögen der Eltern überprüft. Reicht dieses nicht aus, um die Ausbildung zu finanzieren, steht einem BAFöG zu.

Hat man Anrecht auf BAFöG, wird der sogenannte Bedarf durch das Amt bestimmt. Entscheidend für die Höhe des BAFöG-Satzes sind das Einkommen der Eltern, die Anzahl der Geschwister und das eigene Einkommen. Die Bedarfssätze liegen zwischen 216 Euro und 670 Euro. Das Darlehen muss fünf Jahre nach dem Ende der Förderungshöchstdauer in vierteljährigen Raten von 315 Euro abgezahlt werden. Studierende müssen BAFöG nur zur Hälfte zurückzahlen, die andere Hälfte ist ein Zuschuss und muss nicht zurückerstattet werden.

 

  • Bildungskredit

Das Bildungskreditprogramm der Bundesregierung bietet die Möglichkeit, in fortgeschrittenen Ausbildungsphasen einen einfachen, zinsgünstigen Kredit aufzunehmen. Dieser Kredit ist individuell an die Bedürfnisse des Schülers oder Studierenden anpassbar. Das Kreditvolumen liegt zwischen 1.000 Euro und 7.200 Euro. Im Unterschied zum BAFöG, ist der Bildungskredit unabhängig vom eigenen Vermögen und Einkommen sowie dem der Eltern, des Ehepartners bzw. Lebenspartners. Vier Jahre nach der Auszahlung der ersten Rate beginnt die Rückzahlung. Es sind kleine monatliche Rückzahlungsraten von 120 Euro möglich. Eine kostenfreie Kündigung ist ebenfalls jederzeit zum Monatsende machbar.

 

  • Stipendien

Ein besonderer Anreiz um sich im Studium noch mehr anzustrengen sind Stipendien. Für großes Engagement und für Spitzenleistungen werden z.B. von Stiftungen Stipendien vergeben.

Natürlich sind die Leistungen nicht alles, aber wer ein Stipendium haben will, muss dafür kämpfen und sich beweisen. Auf den Webseiten der Stiftungen sind genaue Förderungsbedingungen und Bewerbungsfristen beschrieben.