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„Sehr geehrte Fahrgäste, willkommen an Bord des RE 10 nach Leipzig…“

News rund um die Ausbildung

Triebfahrzeugführer – ein abwechslungsreicher Job mit großer Verantwortung.

Bremsprobe, Lichttest, Fahrplancheck:„Kann losgehen!“, ruft Ludwig Böhme (20) seinem Ausbilder, Michael Peschk, am Cottbuser Hauptbahnhof zu und setzt den Regionalexpress nach Leipzig behutsam in Bewegung. Der angehende Triebfahrzeugführer im zweiten Lehrjahr ist stolz auf seinen zukünftigen Beruf, von dem er schon als Kind geträumt hatte. „Am schönsten ist es, wenn man in den Sonnenaufgang fährt“, schwärmt er von seinem Platz ganz vorn im Zug.

 

Was beim Zuschauen ziemlich entspannt aussieht, fordert vom Lokführer jedoch höchste Konzentration: Signale beachten, Geschwindigkeit regeln, dabei drei Bildschirme im Blick haben und im Bahnhof das Öffnen und Schließen der Türen koordinieren. Die Aufgaben des Triebfahrzeugführers sind anspruchsvoll und vielseitig. Zahlreiche technische Kenntnisse sind erforderlich, hinzu kommen das Wissen über die Fahrstrecke sowie über die Verkehrsregeln auf der Schiene. „Gerade in brenzligen Situationen heißt es ‚Kühlen Kopf bewahren‘. In der Ausbildung werden wir speziell darauf vorbereitet, auch bei Stress ruhig zu reagieren“, erzählt Ludwig Böhme.

Im Cockpit des Zuges
Triebfahrzeugführerazubi Ludwig Böhme bei der Arbeit Daniel Friedrich

Das steckt in der Ausbildung zum Triebfahrzeugführer

Die Ausbildung zum Triebfahrzeugführer bei der Deutschen Bahn dauert drei Jahre. „In der Berufsschule erhalten unsere Azubis Baureihenkenntnisse und lernen die Signale zu verstehen. Während der Praxisphase schauen sie den Lokführern über die Schulter und dürfen ab dem 2. Lehrjahr mehrere Fahrzeugtypen in Begleitung selbst fahren“, berichtet Ausbilder Michael Peschk. Mit Abschluss der Ausbildung bekommen die ausgelernten Triebfahrzeugführer einen Eisenbahnführerschein. Der gilt theoretisch in der gesamten EU – regelmäßige Fahrpraxis vorausgesetzt.

Regelmäßig, das bedeutet für Ludwig Böhme auch, dass er auch mal nachts oder früh am Morgen im Dienst ist. „Lokführer arbeiten im Schichtdienst, das muss jedem Bewerber klar sein“, gibt er zu bedenken. Bei bestandener Abschlussprüfung gibt es übrigens eine Übernahmegarantie der Deutschen Bahn. Zusätzlich erhalten DB-Mitarbeiter Freifahrten und andere Vergünstigungen.