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Ausbildung mit Zukunftsperspektiven

Ausbildungsfinder

Wo siehst du dich in 15 Jahren? Keine einfache Frage, wenn man sich die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt anschaut. Selbst junge Leute mit konkreten Zukunftsplänen können auf ihrem Weg zum Traumberuf über mangelnde Qualifikationen oder fehlende Ausbildungsplätze stolpern.

Nachwuchssorgen – Lausitzer Unternehmen suchen DICH!  

„Eine große Auswahl an Berufen, Studiengängen und weiterführenden Schulen sorgen dafür, dass jungen Bewerbern heute eine Entscheidung für die Zukunft nicht so leicht fällt“, weiß auch Oliver Fiedermann, Fachkräftekoordinator der Agentur für Arbeit Cottbus. Lange Bewerbungszeiten und Auswahlprozesse der Unternehmen sorgen für Unsicherheit. „Darüber hinaus weichen Ausbildungsangebote und Nachfrage an Ausbildungsberufen teils stark voneinander ab“, so Fiedermann. Doch Hartnäckigkeit zahlt sich aus: Eine Ausbildung lohnt immer.

Chance Fachkräftemangel

Viele Unternehmen haben bereits heute Probleme, geeignete Fachkräfte zu finden. Und Prognosen zeigen: Durch die zukünftige Bevölkerungsentwicklung werden diese Probleme deutlich zunehmen. Lebten Anfang der 1990er-Jahre noch 1,4 Millionen Menschen in der Lausitz, schätzen Experten, dass die Bevölkerung bis zum Jahr 2030 um 40 Prozent schrumpfen wird. Damit wird die Ausbildung und Sicherung von Fachkräften in den kommenden Jahrzehnten zu einer der wichtigsten Herausforderungen. Gerade daraus ergeben sich aber auch Chancen für junge Leute, die in der Region bleiben möchten. „Neben Berufen im Bereich des Gesundheitswesen und der Pflegebranche werden Fachkräfte im Tourismus und im Bauhaupt- und Nebengewerke gesucht“, zählt Oliver Fiedermann auf. Besonders gute Aussichten bieten zudem Elektro-, Kfz- und Metallberufe, ergänzt Nils Ohl von der Industrie- und Handelskammer Cottbus (IHK). „Gesucht werden zudem Fachkräfte im Hotel- und Gaststättengewerbe und Berufskraftfahrer“, so Ohl. Interessant könnten auch „Nischenberufe“ wie Müller, Fischwirt, Brauer, Bestatter oder Lebensmitteltechniker werden.

„Da niemand vorhersagen kann, wie sich die Zukunft wirklich entwickelt, sollte man auf keinen Berufswunsch verzichten, für den sich hier in der Region auch ein Ausbildungsbetrieb findet“, rät Nils Ohl. „Im gesamten Einzugsgebiet der Lausitz, das zumeist aus Kleinst- und mittelständischen Unternehmen besteht, werden sich in verschiedenen Ausprägungen auch zukünftig die meisten der bestehenden Branchen wiederfinden“, erklärt Arbeitsmarkt-Experte Oliver Fiedermann.

Zeit für Familie und Hobbys

Zukünftig werden sich die Unternehmen etwas einfallen lassen müssen, um geeigneten Nachwuchs zu finden. Der Arbeitgebermarkt wandelt sich allmählich in einen Arbeitnehmermarkt: Während sich bisher viele Bewerber um eine freie Stelle drängelten, werden Betriebe zukünftig noch stärker um qualifizierte Mitarbeiter werben müssen. Die Nähe zur Familie, eine hohe Lebensqualität und angenehme Atmosphäre am Arbeitsplatz spielen für viele Berufseinsteiger eine zunehmend wichtigere Rolle, als ein dicker Gehaltsscheck. Dementsprechend locken viele Arbeitgeber mit flexiblen Arbeitszeiten, Weiterbildungsangeboten und Gesundheitsmanagement.

Vernetzte Zukunft

Nicht nur der Arbeitsmarkt an sich – die komplette Arbeitswelt wird sich durch den technischen Fortschritt verändern. „Es wird Berufe geben, die fortbestehen, neben solchen Berufen, die aufgehoben oder zusammengeführt werden. Und sicher wird es im Betrieb 4.0 auch neue Berufe geben“, so Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Auch hierbei kann deine Generation punkten: Denn als sogenannter „Digital Natives“ bist du mit dem Internet vertraut und kannst dich problemlos über soziale Medien vernetzen. „Der sichere Umgang mit Informations- und Kommunikationstechniken ist der zukünftige Schlüssel für den Einstieg in eine nachhaltige Beschäftigungskarriere“, so Esser.

 Individuelle Berufsberatung

Doch am Anfang steht die Berufswahl: Wie findest du eine Ausbildung, die wirklich zu dir passt? „Nutz die Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit!“, rät Oliver Fiedermann. In individuellen Beratungsgesprächen werden Berufswünsche, persönliche Stärken wie auch der regionale Ausbildungs- und Arbeitsmarkt besprochen. Fiedermann empfiehlt: „Teste Dich in Praktika und finde heraus, welcher Beruf zu Dir passt. Auch Gespräche mit Eltern und Freunden über berufliche Vorstellungen helfen – keiner kennt Dich besser als sie!“

Anja M. Lehmann