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Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Ausbildungsfinder

Na, steht mal wieder eine Hausarbeit an? Oder eine Arbeit, für die du lernen musst? Aber bis dahin ist noch massig Zeit und eigentlich musst du jetzt auch noch gar nicht lernen. Doch dann kommt der Tag, an dem du denkst "Mist, hätte ich doch schon mal eher angefangen, dann hätte ich jetzt nicht so 'nen Stress." 10 Tipps zum Anfangen gibt's hier.

1. Zeitplan aufstellen
Das Gegenteil von Schieben ist Anfangen. Stell dir vorher am besten immer diese drei Fragen: Wann? Wo? Wie? Z.B.: Morgen will ich um 10.00 Uhr in die Bibo, dazu muss ich um 08.30 Uhr aufstehen und um 09.30 Uhr die TRAM nehmen. Für die Arbeit vor Ort benötige ich zwei Bücher, die ich aus meinem Spint mitnehmen muss. Die Anfangszeit sollte auf die Minute eingehalten werden. Wenn du nur zehn Minuten durchgehen lässt, dann zögerst du es auch schnell mehrere Stunden hinaus.

2. Small Stones
Eine ToDo Liste ist wertlos, wenn er unkonkret ist. Besser ist es die Arbeitseinheiten mit exakten Zielen festzulegen. Ihr überlegt euch also nicht den ganzen Tag ein Thema für einen Vortrag oder eine Hausarbeit, sondern fangt schon vorher an, euch Gedanken darüber zu machen, wo genau ihr Informationen finden könnt. Beispielsweise die Inhaltsangaben von Büchern studieren und nach Schlagworten suchen und herausschreiben.

3. Zeit verdoppeln
Man braucht für alles doppelt so lange wie man anfangs glaubt. Deshalb empfiehlt es sich, einfach doppelt so viel Zeit einzuplanen als ursprünglich veranschlagt. Wenn ihr das bei der Planung berücksichtigt, dann kann er auch wirklich eingehalten werden. Somit schafft ihr euch jeden Tag kleine Erfolge.

4. Scrapbook führen
Wenn ihr eure Arbeit protokolliert, könnt ihr euer eigenes Arbeitstempo besser einschätzen. Wie viel Zeit verbringe ich wirklich mit Arbeiten? Lasse ich mich ablenken? Wodurch lasse ich mich ablenken? Es gilt also, säntliche Störfaktoren wie Hunger vorher auszuschalten.

5. Abschalten
Abends solltet ihr euch wirklich mal entspannen. Das heißt: Nicht mehr arbeiten! Länger als sechs bis sieben Stunden ist auf die Dauer nicht effektiv und zehrt ganz schön an den Nerven.

6. Arbeit regelrecht verbieten
Um die Arbeitszeit aufzupeppen könnt ihr sie bewusst verkürzen. Das geht zum Beispiel so: Pro Tag am besten zwei realistische Arbeiteinheiten ansetzen (am Anfang eventuell nur jeweils 20 Minuten). Für den Rest des Tages gilt: Arbeit strengstens verboten. So müsst ihr euch nicht ständig neu Arbeits- und Freizeit aushandeln und könnt so eure freien Minuten ohne dem Teufelchen auf der Schulter genießen. Wenn es für euch so funktioniert, dann könnt ihr die Arbeitszeit nach und nach erhöhen.

7. Abwarten und Tee trinken - denkste!
Müde? Lustlos? Nicht in der richtigen Stimmung? Der richtige Moment wartet nicht auf dich. Also lieber die Aufgabe mit dem kleinsten möglichen Schritt angehen und herausfinden, woran es gerade liegt.

8.  Ein Bonbon gönnen
Wer für Uni oder Schule lernt, bekommt nur irreale Belohnungen. Ein Lob, eine gute Zensur aber so richtig zufriedenstellend ist das auch nicht, wenn ihr bedenkt, welcher Aufwand hinter mancher Arbeit steckt. Außerdem müsst ihr auf diese meist auch noch lange warten. Euer Motivation hilft daher ungemein, wenn ihr euch einfach mal auf die Schulter klopft. Also, nach jeder Arbeit immer ein kleines Bonbon bereit halten.

9. Hilfe suchen und annehmen
Um nicht im Lernsumpf zu ertrinken und Depressionen und Aufschieben Einhalt zu gebieten solltet ihr nicht zögern euch Hilfe zu suchen. Das können Freunde, Verwandte, ein Lehrer oder ein Psychologe sein.

10. Weiterlesen
Nützliche Tipps im Umgang mit dem "Aufschiebe-Syndrom" gibt der Psychologe Hans-Werner Rückert in seinem Buch "Schluss mit dem ewigen Aufschieben" (Campus Verlag 2011) sowie die Internetseite der Uni Münster auf www.psy.uni-muenster.de/Prokrastinationsambulanz/prokrastination.html.

 

Na, bist du auch ein kleiner "Aufschieber"? Mach >>hier<< einen Schnelltest.