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Reportagen

Oftmals beginnen junge Leute eine Ausbildung oder ein Studium ohne genau zu wissen, was auf sie zukommt.

Im Nachhinein würden sie dann lieber etwas anderes machen. Wir haben fünf Studenten der BTU Cottbus sowie HS Lausitz und fünf Azubis, die am Oberstufenzentrum I in Cottbus zur Berufsschule gehen, gefragt, ob sie mit ihrer Wahl zufrieden sind.

Zufriedenheit von Studenten:

Lars Kreutziger (30 Jahre), Spremberg, Wirtschaftsingenieurwesen:

Ich ging ohne große Vorstellungen an das Studium heran. Da ich erst spät mein Abitur nachgeholt habe, war das Studium an der HS Lausitz der nächste Schritt in eine aussichtsreichere Zukunft. Als gelernter Dachdecker waren meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt nur mittelmäßig. Besonders positiv ist die persönlichere Atmosphäre, da es ein kleiner Studiengang ist. Es ist während der Vorlesung jederzeit möglich nachzufragen, aber auch persönlich kommt man mit den Dozenten ins Gespräch. Da das Studium sehr abwechslungsreich ist, würde ich jederzeit nochmal das Gleiche studieren.

Jane Breske (22), Guben, Architektur:

Das Betreuungsverhältnis ist wirklich top. Sowohl das Angebot, als auch die Ausstattung und die Räumlichkeiten sind sehr gut. Wir haben stets unseren eigenen Arbeitsplatz, der mit allem nötigen ausgestattet ist. Und das Verhältnis zu den Professoren und Dozenten ist angenehm. Problematisch ist nur, dass jeder zum Studiengang zugelassen wird. Da werden nicht selten auch Schwächere mitgeschleift. Trotzdem würde ich höchstwahrscheinlich noch mal diesen Studienzweig wählen.

Benjamin Hanschke (19), Guben, Maschinenbau:

Da die BTU Cottbus eine Campus-Universität ist, sind alle Veranstaltungsgebäude schnell erreichbar. Außerdem ist die Ausstattung wirklich gut und die Profs sind nett. Als ich mich für das Studium entschieden habe, hätte ich nicht erwartet, dass Informatik eine Rolle dabei spielen würde. Aber das schreckt mich nicht ab und ich schätze besonders die Zusammenarbeit der Uni mit den Firmen der Region.

Erik Werner (23), Cottbus, Informations- und Medientechnik:

Vorteilhaft an der BTU finde ich die ansprechende Bibliothek und die nahen Wohnheime. Das spart oft Zeit. Überrascht hat mich, dass der Medienanteil am Studium so gering ist. Da hatte ich im Vorfeld mehr erwartet. Trotzdem würde ich noch mal das gleiche Studium wählen, weil das Fach eine gute Mischung bietet und in Deutschland wirklich selten ist.

Irene Antoni (20), Bad Füssing, Informations- und Medientechnik:

Mich hat der Anteil der Elektrotechnik etwas geschockt, aber ansonsten ist das Studium sehr gut. Ich bin aus Bayern hier nach Cottbus gekommen und muss sagen, dass die Uni mir sehr gut gefällt. Es gibt keine überfüllten Hörsäle und die Betreuung stimmt auch. Nur der Kaffeepreis in der Caféteria stört mich, aber der hat mit dem Studiengang ja nichts zu tun.

 

Zufriedenheit von Azubis:

StefanieStefanie Menner (20), Cottbus, Ausbildung zur Malerin und Lackiererin in Forst:

Ich fühle mich bei meinem Betrieb gut aufgehoben. Es wurden schon viele Lehrlinge ausgebildet und so herrscht bei der Ausbildung schon eine gewisse Kompetenz vor. Toll finde ich in der Praxisphase die Erfahrungen, die ich bei Kundenbesuchen bekomme. In Zukunft kann ich mir noch eine Weiterbildung zur Innenarchitektin oder in Richtung Farbdesign vorstellen. Als Verbesserung an der Berufsschule würde ich mir mehr Sport wünschen. Den brauche ich einfach als Ausgleich.

Robin Hentzschel (20), Großkoschen, Ausbildung zum Tischler in Spremberg:

Ich bin durch meinen Schlagzeuglehrer zu meiner Ausbildung gekommen. Das Material Holz ist für mich einfach nur faszinierend. Auch meine Firma ist toll, da ich viel mit Vollholz arbeiten kann. Besonders azubifreundlich ist der Abwechslungsreichtum, den die tägliche Arbeit mit sich bringt. An der Berufsschule finde ich klasse, dass die Lehrer auf Schülerimpulse eingehen. So hatten wir auf Wunsch eines Schülers einen kleinen Versuch gemacht, bei dem wir geschaut haben, wie unterschiedlich verschiedene Holzsorten aufquellen.

Anja Mitrenga (22), Friedrichshain, Ausbildung zur Mediengestalterin in Cottbus:

In der zehnten Klasse hatte ich bereits ein Praktikum bei einem Medienbetrieb gemacht. Von da an wusste ich, dass dies mein Traumberuf ist. Um meine Chancen im Beruf noch zu erhöhen, habe ich schon eine Ausbildung zur gestaltungstechnischen Assistentin abgeschlossen. Die Berufsschule ist für meine Ausbildung gut ausgestattet. Die PC-Kabinette sind auf dem neusten Stand und bieten alle Programme die benötigt werden.

Sandro Reule (26), Potsdam, Ausbildung zum Glas- und Gebäudereiniger in Potsdam:

Mein künftiger Beruf ist komplexer, als sich viele vorstellen. Man benötigt eine große Menge Chemiewissen. Auf den Beruf bin ich durch ein Praktikum gekommen. Am Anfang kostet es Überwindung sich in solche schwindelerregende Höhen zu begeben, aber man gewöhnt sich daran. Mein erster Berufswunsch sollte allerdings in Richtung PC gehen, aber da haben leider die schulischen Leistungen nicht so gestimmt. Dem Unterricht kommt entgegen, dass die Klassen so klein sind. Störend sind nur oftmals die Leute aus dem kooperativen Modell, die keine Lust haben.

Marc Stilu (22), Königs Wusterhausen, Ausbildung zum Fliesenleger in Königs Wusterhausen:

Ich lerne im Betrieb meines Vaters und kenne den Beruf des Fliesenlegers also schon von Kindes Beinen an. Für mich war das immer eine Art Traumberuf. Mich begeistern die Vielfalt beim Fliesen und der direkte Kontakt zum Kunden. Später möchte ich noch meinen Meister machen, um die Firma meines Vaters übernehmen zu können. Vieles, was mir in der Berufsschule beigebracht wird, wusste ich aber vorher schon. Schade ist, dass viele Kurse häufig ausfallen.

StefanieIsabelle Lea Stephan (21), Gestaltungstechnische Assistentin:

Mit meinem Beruf bin ich ziemlich zufrieden. Es ist nicht einfach, aber ich versuche im Anschluss daran noch die Fachhochschulereife zu erlangen. Mit der kann ich dann an einer Fachhochschule studieren. Man muss schon etwas Ehrgeiz um das Bestmögliche aus der Ausbildung rauszuholen. Ich mag es, mit Holz und Farben zu arbeiten. Spezialisieren möchte ich mich auf Möbel. Ich konnte dank der Unterstützung der Schule sogar bereits ein Praktikum in Hamburg absolvieren.