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Abbruch der Ausbildung oder des Studiums – was nun?

News rund um die Ausbildung

Wenn das erste Studium oder die Ausbildung doch nicht das Wahre ist, gibt es stets zwei Möglichkeiten: Man beißt die Zähne zusammen und zieht durch – oder bricht ab. Doch was, wenn man sich mit einer abgebrochenen Ausbildung auf dem Lebenslauf neu bewerben möchte? PLANBAR klärt auf, wie man mit Lücken im Lebenslauf am besten überzeugt und wo man weitere Unterstützung findet.

Der Abbruch - Die 2. Chance

Wenn man bereits eine neue Stelle ergattert hat, ist ein Abbruch kein großes Problem mehr. Man muss stets daran denken, dass ein Abbruch vertretbar ist, solange man einen Plan B hat. Schwieriger wird es jedoch, wenn man sich mit solch einer Lücke im Lebenslauf neu bewerben möchte. Personaler, also die zuständigen Mitarbeiter für Bewerber im Unternehmen, werden schnell aufmerksam auf solche Unebenheiten im beruflichen Werdegang. Deshalb sollte man aber keinesfalls nervös werden. Denn trotz eines abgebrochenen Studiums oder einer abgebrochenen Ausbildung bringt man Erfahrung und Gelerntes mit, das von Vorteil bei der Bewerbung sein kann. So hilft bereits erworbenes Wissen eines abgebrochenen Studiums eventuell beim Einstieg in eine duale Berufsausbildung. In vielen Branchen herrscht nach wie vor akuter Fachkräftemangel, Unternehmen suchen händeringend Nachwuchs. Daher sehen Personaler mittlerweile leichter über ein abgebrochenes Studium hinweg. Bringt der Bewerber durch die Semester, welche er bereits absolviert hat, nützliches Fachwissen für seine Ausbildung mit – umso besser! Wenn man den Abbruch zudem nachvollziehbar begründen kann, schadet es Bewerbern in der Regel nicht.

Unterstützung suchen – aber wo?

Steht man nun jedoch allein auf weiter Flur, kann man sich Unterstützung holen: Die Agentur für Arbeit bietet für Studenten und Azubis Berufsberatungen an und hilft bei der beruflichen Neuorientierung. Vor einem Abbruch sollte man sich ebenfalls beraten lassen, oftmals können viele Probleme und Sorgen während der Ausbildung auch ohne Abbruch oder durch Wechsel des Ausbildungsunternehmens gelöst werden. IHK und HWK beispielsweise helfen gern und greifen bei der Suche nach einer Lösung unter die Arme. Im Studium gibt es an jeder Fachhochschule eine Studienberatung, die sich für dich Zeit nimmt und dir hilft, solltest du einmal ins Zweifeln kommen. Ist der Schritt des Abbruchs jedoch unvermeidbar, so informiere dich immer über die rechtlichen Rahmenbedingungen, wie z.B. Kündigungsfristen. Informiere deine Krankenkasse, da du mit der Kündigung deiner Ausbildung eventuell deinen Versicherungsschutz verlierst oder anpassen musst.

Kopf hoch - Weitersuchen!

Am wichtigsten jedoch ist, dass du den Kopf nicht hängen lässt und stets nach neuen beruflichen Herausforderungen strebst, die du bewältigen kannst. Hör in dich hinein und versuche die Gründe für deinen Abbruch genau zu definieren. Warum hast du dich mit der Wahl deiner Ausbildung oder deines Studiums unwohl gefühlt? So vermeidest du weitere Fehlentscheidungen und erleichterst dir den Weg in ein neues Studium oder eine zweite duale Berufsausbildung.