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Von verzauberten Wäldern und dröhnenden Bässen: So war das Feel Festival 2017!

Leben

Elbe-Elster bebt. Das ehemalige Tagebaugelände in Lichterfeld dröhnt, Nebelschwaden schweben über den Baumwipfeln, grelle Lichter durchkreuzen den Nachthimmel. Auch in diesem Jahr verwandelte sich das Gebiet rund um die F60 wieder in eines der wohl schönsten und buntesten Festivals in Brandenburg. Wir waren dabei und verraten euch, warum ihr im nächsten Jahr unbedingt Teil dieses Spektakels werden solltet!

Nebelmaschinen statt Braunkohlestaub

Ein Feld reiht sich an das nächste Feld. Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und eine friedliche Ruhe begleiten uns auf dem Weg nach Lichterfeld - noch. Denn wir haben uns ausgerechnet vom 6. bis zum 10. Juli 2017 hierher verirrt, stolpern mitten hinein in eine Welt voller Musik, Kunst und Abenteuer. Das Feel Festival 2017 lockt! Aus der Ferne erkennen wir bereits den beeindruckenden Metallriesen, welcher an diesem Wochenende Gastgeber für mehr als 20.000 Feierwütige sein wird. Die F60 erstreckt sich in diesem Jahr fast majestätisch über mehr als 25 Bühnen und Floors. Sie erinnert an längst vergangene Zeiten, in denen das Gelände als Tagebau zur Braunkohleförderung genutzt wurde. Kaum vorstellbar, sobald man seine Füße nach einer durchtanzten Nacht in den kühlen Bergheider See steckt.

Love, Peace and Art

Auch in diesem Jahr haben die Veranstalter des Feel Festivals wieder einen bunten Abenteuerspielplatz geschaffen, der von allem ein bisschen zu bieten hat. Die gesamten Kulissen sind mit so viel Liebe erschaffen worden, das man diese fast greifen kann, wenn man sich von den Lichtern und der Musik treiben lässt. Egal ob man die Tiefen des Zauberwalds erkundete oder die Weite des Kolosseums am Strand suchte, jede Bühne überzeugt mit ihrer Einzigartigkeit und viel Liebe zum Detail. Und die Liebe ist es auch, welche dieses Festival ganz besonders macht. Die Luft vibriert nahezu vor Harmonie und guter Laune. Das gesamte Festival-Volk scheint an diesem Wochenende nur aus einem Grund angetreten zu sein: Gemeinsam vier wunderschöne Tage und Nächte durchtanzen.

Bildergalerie

Milky Chance, Von Wegen Lisbeth & Co.

Der einzige Stress, der sich bei uns einstellte, war Panik: Panik, nicht alles mitnehmen zu können, nicht alles erleben zu können. Kettenkarrussel fahren, Partneryoga am Strand, so viele Workshops, so viel zu entdecken. Und als wäre das noch nicht anstrengend genug: So viel gute Musik, dass man am liebsten überall gleichzeitig gewesen wäre. Konstant dröhnen Bässe über den Bergheider See. Während die Main Stage mit Künstlern wie Milky Chance, LIAM X, Milliarden, Von Wegen Lisbeth usw. lockte, gaben sich auf so vielen anderen Schauplätzen mindestens genauso großartige Acts die Ehre. Von den Adana Twins zu Rey & Kjavik, über Lexer oder Oliver Koletzki zu Format:B - gern würden wir an dieser Stelle allen Künstlern gerecht werden, aber wir finden, ihr solltet euch im kommenden Jahr einfach selbst verzaubern lassen. Und solltet ihr einen Trick gefunden haben, überall und nirgends gleichzeitig sein zu können - lasst es uns wissen.

 „Ey, sorry, da gibt’s keine Sägespäne mehr“

Um von der Traumzauberwolke aus Glitzer mal wieder runterzukommen: Wie so ziemlich jedes Festival hat auch das Feel Festival mit der Organisation zu kämpfen.  Auf ewige Schlangen vor den Toiletten stellt man sich beim Festivalbesuch zwar immer ein, aber eine regelmäßigere Reinigung und Entleerung dieser hätte durchaus dabei unterstützt, die Schlangen zu verkürzen. Jammern auf hohem Niveau, zugegebenermaßen. Tatsächlichen Grund zum Jammern gab allerdings in diesem Jahr die Organisation des Autopasses. Diesen benötigte man in diesem Jahr, um mit PKW oder Wohnmobil auf dem Zeltplatz campen zu können, hieß es. Vor Ort stellte sich dann heraus, dass mit dem Autopass ausschließlich die Nutzung des Silent Camping Platzes möglich ist – was überwiegend für Verwirrung und Frust sorgte. Wir finden: Super Entscheidung, die Natur zu schonen und die Nutzung von Autos auf dem Campingplatz zu begrenzen oder an einem bestimmten Ort zu konzentrieren. Aber eine bessere (und vor allem frühzeitige) Kommunikation hätte nicht nur vielen Besuchern sondern vor allem auch den Ordnern einigen Stress erspart. Und Stress, liebe Feel-Macher, wollen wir an so einem verzauberten Wochenende doch wohl so gut wir können vom Festival-Gelände verbannen.

Feel Festival 2018 - wir kommen!

... Und ihr hoffentlich auch. Taucht ab in ein buntes Meer voller Farben und Lichter, voller Musik und Trubel, voller Abwechslung vom Alltag. Und weil Bilder mehr als Worte sagen, schaut euch hier einfach das Aftermovie zum Feel Festival 2017 an: