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40 freie Lehrstellen im Kreis OSL

Ausbildungsfinder

Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt im Landkreis Oberspreewald-Lausitz hat sich deutlich entspannt. Schulabgänger haben so gute Chancen wie noch nie, in der Heimat eine Lehrstelle zu finden. 40 Ausbildungsplätze sind derzeit unbesetzt. Zunehmend bekommen Unternehmer den Mangel an Bewerbern zu spüren.

Die Zeiten, in der die Jagd nach einer Lehrstelle der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen glich, sind vorbei. Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert.

In diesem Jahr kamen statistisch 100 Bewerber auf 77 gemeldete betriebliche Ausbildungsstellen. „Die Chancen, eine Lehrstelle in der Region zu finden, sind damit für die Schulabgänger so gut wie noch nie seit der Wende“, erklärt Sven Mochmann, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit in Senftenberg. Für die Ausbildung verlassen nur noch rund fünf Prozent der jungen Leute die Lausitz.

Der bisher gewohnte Bewerberandrang ist in zahlreichen Handwerksbetrieben nicht mehr zu spüren. Damit wachse laut Mochmann der Aufwand für die Betriebe, passende Bewerber aufzutreiben. „Sie sind gezwungen, frühzeitig nach Schulabgängern zu suchen und auch Abstriche bei den Anforderungen zu machen.“

Eine deutlich zunehmende Anzahl der freien und unbesetzten Lehrstellen bestätigt Martina Schaar, die bei der Handwerkskammer Cottbus für die Berufsausbildung zuständig ist. Im gesamten Kammerbezirk sind noch 136 Lehrstellen frei, im Landkreis Oberspreewald-Lausitz 21. Darunter sind Stellen für Kfz-Mechatroniker, Sanitär- und Heizungstechniker und Friseure. Schon jetzt sind für das neue Ausbildungsjahr 211 Stellen gemeldet.

Den Mangel an Bewerbern bekommt auch die Personalchefin von Züblin Stahlbau Hosena, Mandy Rosenbaum, zu spüren. In den 90er-Jahren waren ohne große Anstrengungen um die 50 Bewerbungen auf ihrem Tisch gelandet. Im vergangenen Jahr waren es anfangs nur vier für die vier Lehrstellen zum Konstruktionsmechaniker, die das Unternehmen jährlich vergibt. Mitbringen müssen die Bewerber gute Leistungen in Mathe und Physik sowie handwerkliches Geschick. „Um junge Leute zu finden, die zu uns passen, sind wir auf Ausbildungsmessen ebenso präsent wie im Internet und auch direkt in den Schulen“, erklärt die Personalchefin.

Um eine Lehrstelle beworben haben sich im Ausbildungsjahr 2010/11 im Landkreis OSL 658 junge Leute. Noch vor zwei Jahren waren es knapp 200 Schulabgänger mehr. Die meisten unbesetzten Stellen verzeichnet der Geschäftsstellenleiter bei den Köchen, Restaurantfachmännern, Friseuren und Hotelfachfrauen. Um Jugendlichen mit schlechten Noten die Chance auf eine Lehrstelle nicht zu verbauen, bietet die Agentur ausbildungsbegleitende Hilfen an.

LR, 14.12.2011